Integrierter (oder konzentrierter) Handel

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Der integrierte oder konzentrierte Handel ist eine Form des Netzwerkhandels, bei der alle Mitgliedsunternehmen rechtlich voneinander abhängig sind. Mit anderen Worten: Alle Strukturen und Verkaufsstellen des Netzwerks sind alle Filialen ein und desselben Mutterunternehmens. Letztere verwaltet somit vollständig alle Groß- und Einzelhandelsfunktionen vom Erzeuger bis zum Endverbraucher. Sie besitzt eine Einkaufszentrale, von der alle Mitglieder des Netzwerks ihre Waren beziehen. Zu den Einzelhändlern, die den integrierten Handel anwenden, gehören Orchestra, Darty, Celio und Casino.

Der integrierte Handel setzt sich heute als wirksame Marketingstrategie durch, um den Vertrieb einer Marke, einer Produktreihe oder einer Dienstleistung über ein ganzes Gebiet auszuweiten. Es bietet eine erhebliche Kaufkraft, die es ermöglicht, sehr konkurrenzfähige Preise anzubieten. Im Allgemeinen unterscheidet man 2 Kategorien des assoziierten Handels:

  • genossenschaftlicher oder sozialer integrierter Handel: Hierbei handelt es sich um eine Personengesellschaft und nicht um eine Kapitalgesellschaft. Sein Ziel ist es, Konsumgüter zu einem möglichst günstigen Preis zu verkaufen. Zu diesem Zweck übernimmt er alle mittleren Funktionen,
  • der integrierte kapitalistische Handel: Er ist eine Kapitalgesellschaft mit reinem Gewinnstreben. Gemeinhin spricht man von GMS, d. h. von Grandes et Moyennes Surfaces.