Strategischer Geschäftsbereich (SGE)

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Das Unternehmen muss eine strategische Segmentierung oder Makrosegmentierung durchführen, um die Möglichkeiten eines Geschäftsportfolios zu erkennen und die allgemeine Lage des Unternehmens zu beurteilen. Zu diesem Zweck muss das Unternehmen seine Aktivitäten in homogene Segmente aufteilen, die sogenannten SGE. Das Unternehmen muss sich auf diese beziehen, um effektiv eine Strategie zur Erreichung seiner mittel- und langfristigen Ziele zu formulieren. Hierfür ist eine Analyse sowie eine Diagnose jeder einzelnen SGE erforderlich.

Der SGE umfasst mehrere Produkt-Markt-Paare, die denselben Kundenkreis, dieselbe Technologie und identifizierbare Konkurrenten haben. Es handelt sich um eine Gruppe von Produkten, die auf einem bestimmten Markt die gleichen Ressourcen und die gleichen Konkurrenten haben. So können die Produkte eines SGE im Gegensatz zu den Produkten verschiedener SGE der gleichen spezifischen Strategie unterliegen.

Für die Analyse eines SGE stehen heute mehrere Instrumente zur Verfügung. Als Beispiele werden die Checkliste und die BCG-Matrix (Boston Consulting Group) unterschieden. Je nach Situation kann das Unternehmen sein Engagement und damit auch das SGE aufgeben. Sie kann sich auch engagieren und alles daran setzen, um Marktanteile zu gewinnen und dadurch ihre Rentabilität zu verbessern. In diesem Fall muss sie über nicht unerhebliche Barmittel verfügen.

Um die Bedeutung eines Geschäftsbereichs zu beurteilen, muss das Unternehmen bestimmte Faktoren berücksichtigen, z. B. den Umsatz oder das Verkaufsvolumen und die potenzielle Rentabilität oder die Gewinnrate. Bei dieser Bewertung kommt das Marketing ins Spiel. Die Attraktivität eines Geschäftsbereichs basiert auf 2 wesentlichen Faktoren: der Attraktivität des Gesamtmarktes und der aktuellen und potenziellen Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auf dem Zielmarkt.